La Palma für Rentner: Meine Erfahrungen mit Vulkanlandschaft, mildem Klima und barrierefreien Ausflügen auf der kanarischen Trauminsel.

Warum ich immer wieder nach La Palma zurückkehre
Als ich vor drei Jahren zum ersten Mal auf La Palma landete, dachte ich, ich würde nur eine Woche bleiben. Aus einer Woche wurden zwei, und mittlerweile fahre ich jedes Jahr wieder hin. Wenn Sie mich fragen, warum La Palma für Rentner so gut geeignet ist, dann sage ich Ihnen ehrlich: Es ist die Ruhe. Keine überfüllten Strände, keine lauten Partymeilen, dafür ein Klima, das meinen Gelenken richtig gut tut, und eine Landschaft, die einen jeden Tag aufs Neue verzaubert.
La Palma gehört zu den Kanarischen Inseln, wird aber viel seltener besucht als Teneriffa oder Gran Canaria. Genau das macht sie für uns Ältere so angenehm. Man muss nicht kämpfen um einen Liegestuhl, man steht nicht im Stau, und man findet fast überall jemanden, der einem in Ruhe weiterhilft.
Das Klima: Warum La Palma so gesund ist
Meine Ärztin hat mir vor Jahren geraten, im Winter einer feuchten Kälte zu entfliehen, wenn ich es mir leisten kann. La Palma war die beste Entscheidung, die ich in diesem Zusammenhang getroffen habe.
Mildes Klima das ganze Jahr
Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 18 und 26 Grad, je nachdem, in welchem Teil der Insel man sich aufhält. An der Küste ist es wärmer, in den höheren Lagen spürt man schon mal eine frische Brise. Für Menschen mit Rheuma, Gelenkbeschwerden oder Atemwegsproblemen ist dieses ausgeglichene Klima oft eine echte Erleichterung.
Die berühmte „gesunde Luft“
La Palma wird auch „Isla Bonita“ genannt, die schöne Insel. Die Luft hier ist bemerkenswert sauber, es gibt kaum Industrie, und der Passatwind sorgt für eine ständige Frischezufuhr. Ich habe selbst gemerkt, dass ich hier tiefer und ruhiger atme als zu Hause.
Barrierefreies Reisen auf La Palma
Ich will ehrlich sein: La Palma ist eine vulkanische Insel, und manche Wege sind steil. Aber es gibt inzwischen einige wirklich gute Möglichkeiten für Menschen, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß unterwegs sind.
Puerto Naos und Los Cancajos
Diese beiden Orte liegen an der Küste und sind relativ flach. Die Strandpromenaden sind gepflastert und gut befahrbar, auch mit einem Rollator oder Rollstuhl. In Puerto Naos gibt es zudem einen schwarzen Sandstrand mit einfachem Zugang und mehrere Restaurants direkt an der Promenade.

Öffentlicher Nahverkehr
Die Busse auf La Palma (genannt „guaguas“) sind günstig und regelmäßig. Für kurze Strecken sind sie eine gute, preiswerte Alternative zum Mietwagen, wenn man niemanden zum Fahren dabei hat.
Meine liebsten Ausflüge – auch ohne große Kondition
Man muss nicht auf den höchsten Vulkan klettern, um La Palma zu genießen. Hier ein paar Orte, die ich besonders schätze und die auch mit gemächlichem Tempo gut zu bewältigen sind:
- Los Tilos: Ein Lorbeerwald mit gut ausgebauten, teils flachen Wegen. Ich bin dort mit meiner Freundin Ingrid spazieren gegangen, während wir beide über unsere Enkelkinder geredet haben – ein wirklich schöner Nachmittag.
- Mirador de El Time: Ein Aussichtspunkt, den man mit dem Auto erreichen kann, ganz ohne Wanderung. Der Blick über das Aridanetal ist einer der schönsten, die ich je gesehen habe.
- Santa Cruz de La Palma: Die Hauptstadt mit ihren bunten Häusern und der gemütlichen Fußgängerzone. Hier kann man wunderbar bummeln, ein Café besuchen und dem Alltag entfliehen.

Sternenhimmel und Walbeobachtung
Was viele nicht wissen: La Palma hat einen der klarsten Sternenhimmel Europas. Man muss dafür nicht einmal die Nacht draußen verbringen – viele Hotels bieten Teleskope oder kleine Beobachtungsabende an, bei denen man bequem sitzen kann.
Auch Wal- und Delfinbeobachtungen sind beliebt. Die Boote, die von Puerto Naos oder Tazacorte ablegen, sind meist ruhig und bequem, mit festen Sitzplätzen – ideal, wenn man nicht mehr so trittsicher ist.
Praktische Tipps für die Reiseplanung
Beste Reisezeit
Die Monate März bis Mai sowie September bis November sind besonders angenehm. Im Hochsommer kann es in tieferen Lagen recht warm werden, während der Winter mild, aber gelegentlich regnerisch ist.
Anreise
Es gibt Direktflüge von mehreren deutschen Flughäfen nach La Palma, besonders in der Wintersaison. Wer flexibel ist, findet oft günstige Verbindungen über Teneriffa mit kurzem Anschlussflug.
Kosten und Spartipps
- Ferienwohnungen sind oft günstiger und praktischer als Hotels, besonders wenn man länger bleibt.
- Wochenmärkte (zum Beispiel in Los Llanos) bieten frisches Obst und Gemüse zu fairen Preisen.
- Die Nebensaison ist nicht nur ruhiger, sondern auch spürbar preiswerter bei Flügen und Unterkünften.
- Viele Restaurants außerhalb der Touristenzentren bieten ein günstiges Tagesmenü („Menú del día“) an.
Unterkunft
Ich persönlich bevorzuge kleine, familiengeführte Ferienanlagen in Puerto Naos oder Los Cancajos. Man bekommt dort oft persönlichen Service, und die Gastgeber helfen gerne bei Fragen zu Ausflügen oder Ärzten vor Ort.
Vorteile für uns als Rentner – noch einmal zusammengefasst
- Mildes, gesundes Klima das ganze Jahr
- Wenig Trubel, viel Ruhe und Natur
- Gute medizinische Versorgung in den größeren Orten
- Barrierefreie Bereiche an der Küste
- Günstiger als viele andere europäische Ziele in der Nebensaison
Mein Fazit
La Palma ist für mich zu einem zweiten Zuhause geworden. Es ist kein Ziel für Trubel und Party, sondern für alle, die Ruhe, Natur und ein mildes Klima suchen. Wenn Sie noch nie dort waren, kann ich es Ihnen wirklich ans Herz legen – gerade als Alternative zu den bekannteren Kanareninseln.
Für alle, die tiefer eintauchen möchten
Wer sich vor der Reise noch etwas einlesen möchte, dem empfehle ich HIER – ein schönes Buch, um sich schon zu Hause auf die Insel einzustimmen.
Haben Sie schon Erfahrungen mit La Palma gemacht?
Ich freue mich immer über Kommentare – schreiben Sie mir gerne, welche Ecken der Insel Sie besonders mögen, oder stöbern Sie in meinem Artikel über das Deutschlandticket für Rentner, wenn Sie auch zu Hause günstig unterwegs sein möchten.
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